GESCHICHTE

Das Castello di Fulignano, der Hof und die Kirche sind schon seit dem 29. April 994 in der Schenkungsurkunde von Teuzo-Tegrim, dem Sohn Ildebrandos und Avas, zugunsten seiner Frau Sinderardra erwähnt. Teuzo-Tegrim gehörte der mächtigen Familie der Lambardi von Staggia an, die wiederum Teil der langobardischen Sippschaft war.
Das Schloss gehörte zum Großgrundbesitzes, der das von Ava im Jahre 1001 gegründete Münster der Badia a Isola, die Festung Rocca di Staggia, das Schloss von Cusona sowie jenes von Bibbiano und Cellole umfasste. Gegen Ende des 11. Jahrhunderts, begann die Familie der Lambardi sich aufzulösen und im Jahre 1087 wurde das Schloss nachweislich von den Mönchen der Badia a Isola verwaltet. Das Schloss befindet sich auf der Verkehrslinie der Frankenstrasse (Via Francigena*), die der Erzbischof Sigeric auf seiner Rückreise von Rom nach Canterbury in den Jahren 990-994 durchquerte und nach ihm von unzähligen Pilgern, die sich nach Rom oder Pisa begaben, um sich nach Jerusalem einzuschiffen.

Das Gebiet von Casaglia und Fulignano war seit der Antike in Bezug auf die Straßen- und Verkehrskontrolle ausschlaggebend (vom 238 Meter hohen Hügel konnte man die verschiedenen Strecken der Frankenstrasse und die Nebenstraßen, welche Schlösser, Wehrkirchen und Abteien verbanden, gut überwachen). Außerdem war das wenige hundert Meter entfernte Schloss von Cusona, das Fulignano spiegelbildlich gegenüber lag und auch heute noch liegt, eine Zollstelle, die im Mittelalter die Grenze zwischen den Territorien von San Gimignano und den florentinischen Gebieten markierte.
Erwähnenswert ist auch die kieselartige sandige Bodenbeschaffenheit von Casaglia-Fulignano, die sich ab dem 13.
Jahrhundert gut für den Anbau einer kleinen Blume, dem Krokus (crocus sativus), eignete. Aus dieser Blume gewann man (und auch heute noch) ein Gewürz, den Safran, ein wertvolles Handelsgut das zur wirtschaftlichen Macht des mittelalterlichen San Gimignano beigetragen hat.

Nach einer sorgfältigen Restaurierung, die 3 Jahre gedauert hat, von 1999 bis 2002, ist das Schloss zu neuem Leben erwacht und heißt Gäste aus aller Welt, die hier die Schönheit des Ortes und der Umgebung sowie den Frieden suchen, willkommen.
Der zentrale Teil des Gebäudes wurde auf den Ruinen der ursprünglichen Kirche von San Lorenzo erbaut. Diese Kirche wurde im 1790 nur ca. 100 Meter weiter weg als Wehrkirche Pieve di San Lorenzo a Casaglia wieder aufgebaut. Auch heute finden in der noch immer geweihten Kirche regelmäßig Gottesdienste statt.

* Die Verkehrslinien der Frankenstraße entstanden auf den Resten der römischen Straßen, die wiederum etruskische Verkehrslinien ausschöpften. Es waren jedoch die Langobarden, die die Verkehrslinien verstärkten und ihre höchste Entwicklung erlangten sie unter den Franken.

Dies ist die Art, wie wir fanden es

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CASTELLO DI FULIGNANO S.r.l. info@castellodifulignano.it